Vorwort

Dies ist die übersetzte und teilweise gekürzte Fassung einer sehr guten, umfassenden Anleitung von Ixtyr, einem erfahrenen Händler und Gildenmeister auf dem nordamerikanischen Megaserver. Sie beantwortet häufige Fragen rund um das Handelssystem in ESO und zeigt, wie man als Händler mit den richtigen Strategien zu Gold kommt. Vieles basiert auf gesundem Menschenverstand, aber gerade für Anfänger sind sicherlich einige Informationen neu und hilfreich.

 

Gildenhändler

Der Handel in ESO funktioniert, anders als bei vielen anderen Spielen, nicht über ein globales Auktionshaus, sondern über von Spielern geführte Gilden. Hat eine Gilde fünfzig oder mehr Mitglieder, wird der Gildenhändler freigeschaltet. Mit ihm können Mitglieder untereinander Waren kaufen und verkaufen.

Darüber hinaus gibt es in den Städten und auch in einigen abgelegenen Orten NPCs, die einen Stand besitzen, an dem gehandelt werden kann. Handelsgilden bestreiten jeden Sonntagabend eine Blindauktion um das Recht, an einem Stand verkaufen zu dürfen. Die Gilde mit dem höchsten Gold-Gebot gewinnt und für die nächsten sieben Tage ist der Gildenladen nicht nur intern, sondern jeder Spieler kann Waren daraus kaufen, wenn er den entsprechenden Stand besucht.

 

 

Handelszentren

Einige Städte, wie Knurr’kha, Belkarth und die Hauptstädte der Allianzen haben eine deutlich größere Laufkundschaft, als andere Orte. Durch den erhöhten Umsatz an diesen Orten sind deren Stände deutlich teurer, was die wöchentlichen Gebote anbelangt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in diesen “Hot Spots” zu bestimmten Zeiten auch Gebote über 5.000.000 bis 10.000.000 oder gar 20.000.000 Gold erfolglos verlaufen, wohingegen in weniger besuchten Städten, wie z.B. Immerfort oder Rift, schon ein Gebot in Höhe von 500.000 Gold erfolgreich sein kann.

Aus dieser Hierarchie ergeben sich verschiedene Fakten.

1) Spieler, die ernsthaft handeln wollen, brauchen eine Mitgliedschaft in ein bis zwei Top-Gilden mit guten Standorten, so dass viel in kurzer Zeit verkauft werden kann. Die Mitgliedschaft in solchen Gilden muss jedoch bezahlt werden. Üblicherweise werden Spenden oder ein bestimmter Mindestumsatz gefordert. Große Handelsgilden erwarten eine rege Handelsaktivität ihrer Mitglieder, anders als bei kleineren Gildenhändlern an weniger etablierten Standorten.

2) Diese Hierarchie kann dem cleveren Spieler auch dazu dienen, schnellen Profit zu machen – an kleinen Standorten müssen Gildenhändler ihre Waren unterpreisig anbieten, einfach damit sich das Inventar überhaupt verkauft. Ein Schnäppchen bei diesen Händlern zu finden und den Artikel in einer Top-Gilde teurer weiter zu verkaufen, kann ein schnellen, wenig aufwendigen Gewinn bringen.

3) Es ist angenehm, auf das gute Sortiment der großen Handelsgilden zählen zu können. Wer es zum Beispiel eilig hat, eine neue Rüstung aufzuwerten und spontan vierzig Härter braucht, der findet in Hot Spots wie Belkarth vermutlich alles, was er braucht, bei einem einzigen Händler und erspart es sich, verschiedene Orte besuchen zu müssen.

 

 

Die besten Handels-Standorte auf den europäischen und nordamerikanischen Megaservern sind:

  • Belkarth (Kargstein)
  • Vivec City (Vvardenfell)
  • Knurr’kha (Schnittermark)
  • Gramfeste (Deshaan)
  • Wegesruh (Sturmhafen)
  • Eldenwurz (Grahtwald)
  • Alinor (Sommersend)

Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine exakte Wissenschaft. Bis zu sieben Stände gibt es an einigen Orten – da überholt der eine mal den anderen aus einer anderen Stadt und in der Woche darauf ist es wieder umgekehrt. Anschließend folgen in der Hierarchie die Hauptstädte der anderen Zonen, wo es ein, zwei ernsthafte Handelsgilden geben mag, tendenziell aber eher solche, die den Handel nur beiläufig betreiben.

 

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