Tank zu spielen macht riesigen Spaß, aber es braucht mehr in der Gruppe, um voran zu kommen. Wir lieben Damage Dealer! Ihr seid der Grund dafür, dass wir die Verbannungszellen auf normal in unter fünf Stunden schaffen. Ihr verleiht unserer harten Arbeit Sinn und lasst unseren Kartoffel-Schaden sich wertvoll anfühlen.

Aber es gibt immer Raum für Verbesserungen und so dachte ich, eine Anleitung dazu, was DDs besser machen können, um das Tanken zu erleichtern und das Gruppenspiel noch effektiver zu gestalten, wäre sinnvoll. Hier sind die wichtigsten Tipps.

1) Immer Vorrennen

Es ist leider nicht weitläufig bekannt, dass Tanks einen unorganisierten Kampf lieben, besonders mit gefährlichen Feinden in der Nähe. Die Ketten und die Silberleine machen so viel Spaß, da gibt es nichts besseres, als fünf oder sechs Gegner heranziehen zu müssen, weil ein DD beim Vorrennen die Aggro gezogen hat. Im Prinzip verwenden Tanks auch keine Ressourcen für irgendwas Sinnvolles im Gruppen-Kontext, deshalb können sie an dieser Stelle einfach verschwendet werden.

Besonders beliebt ist bei Tanks, wenn DDs “Heavy Hitters” ziehen, während wir die schwere Attacke unseres Eis-Stabs aufladen, anschließend deshalb sterben und sich dann beim Tank beschweren, dass er nicht die Aggro hat. Es gibt nichts besseres, nach einem langen Tag Arbeit, Schule oder Existenz, Beleidigungen von Leuten an den Kopf geworfen zu bekommen, die die Geduld einer hungrigen Katze haben. Also bitte: Immer Vorrennen und die Feinde so weit verteilen, wie möglich.

2) Schwere Attacke mit Eis-Stäben

Eis-Stab? Check. Trifokus-Passive? Check. Lasst die Spiele beginnen! Stellt sicher, dass ihr mit eurem Eis-Stab immer schwere Attacken raus haut für mehr Schaden und bessere Rückgewinnung von Ressourcen. Macht das mindestens dreimal in 15 Sekunden für maximalen Erfolg. Für ein wenig extra Spaß in der Gruppe – tut einfach so, als würdet ihr nicht existieren, wenn der Tank euch höflich bittet, damit aufzuhören. Wiederholt das bis ihr tot seid, dann könnt ihr endlich fragen, warum der Tank nicht die Aggro gehalten hat. Imitation ist die höchste Form des Kompliments und wir freuen uns immer, wenn ihr unsere Waffenwahl nachahmt.

3) Auf und davon

Wenn ihr doch irgendwie Aggro zieht, weil der Tank seinen Job wieder nicht macht, dann ist es wichtig, dass ihr mit Add oder Boss so weit wie möglich vom Tank weg rennt, anstatt die Gegner wieder zurück zum Tank zu lenken, so dass er sie einfach abspotten kann. Offensichtlich hat der Tank die Orientierung verloren, deswegen ist es besser, wenn ihr sein Sichtfeld ein wenig aufräumt und Feinde aus dem Weg leitet.

4) Zwischen Tank und Boss Stehen

Wer mag es nicht, wenn man sich für einen Gefallen revanchiert? Nachdem wir einen Boss getankt und den Schaden für die DDs geschluckt haben, ist es wirklich herzerweichend, zu sehen, wie ihr diesmal den Schaden auf euch nehmen wollt und euch direkt vor den Boss stellt. Der beste Zeitpunkt dafür ist in jedem Fall, wenn der Boss eine schwere Attacke auflädt oder eine massive Schadens-Fläche ablegt. In dem Moment ist die Gefahr für Tanks am größten und wir können jede helfende Hand gebrauchen.

5) Rotationen braucht keiner

Rotationen sind einfach zu schwer. Mal nach links drehen, mal nach rechts, das reicht vollkommen aus an Rotation. Alles weitere ist nur für Try-Hards und Meta-Huren. Wer als DD weniger als zehn Prozent des Gruppen-Schadens aufbringt, macht alles richtig. Heiler und Tank sollen schließlich auch noch was zu tun haben. Und wenn man mit CP 600 in der Pilzgrotte auf Veteran ist, nur weil irgendeine Quest das verlangt, dann ist es auch okay, wenn man nicht weiß, wie der Chat funktioniert. Man kann schließlich nicht alles auf einmal lernen.

6) Vertrautheit mit roten Flächen

Jeder weiß: Rot steht jedem Outfit gut! Der modische Aspekt ist ein essenzieller Teil jeder Prüfung und jedes Verlieses, also geht sicher, dass ihr euch die rote Beleuchtung zunutze macht. Es geht dabei nur um Kosmetik, daher ist es auch egal, wie lange ihr im Rot steht. Sollte trotzdem – warum auch immer – Schaden rein kommen, dann ist das die Schuld des Heilers und das solltet ihr ihn schleunigst wissen lassen! Deren Aufgabe ist nicht nur die Heilung, sondern auch, jeglichen herein kommenden Schaden zu minimieren. Wenn sie das nicht können, ist eine Abstimmung zum Kick die beste Lösung.

7) Kommunikation ist für Nerds

Am besten schaltet man das Chat-Fenster einfach aus, wenn man sich für Gruppen-Content anmeldet. Fokussierung auf die Dungeons ist wichtiger. Lasst es nur angeschaltet, wenn euch interessiert, wie man Boss-Mechaniken richtig ignoriert, nachdem sie euch zum 30. Mal erklärt wurden. Und wenn der Tank euch um 2,3 Sekunden eurer Lebenszeit bittet, um vor dem Boss-Kampf eine Fertigkeit zu wechseln, dann wartet bitte nicht. Wer bremst, verliert. Hat der Tank dann einen leeren Slot auf der Leiste, wenn ihr den Kampf beginnt, dann passt das schon – so viele sinnvolle Fertigkeiten haben Tanks eh nicht.

8) Nicht Wiederbeleben

Tanks haben das meiste Leben. Da macht es Sinn, dass wir auf jeden Fall wiederbeleben. Zehn Sekunden, ohne dass Schaden von Bossen absorbiert und das Verspotten erneuert wird, sind quasi nichts. Wenn wir schon mit Aufheben beschäftigt sind, dann drängelt bitte den Heiler dazu, dass er sich um weitere Gefallene kümmert. Die Reihenfolge sollte klar sein. Erst den befreundeten DD aufheben, dann den Heiler, dann den Tank. Auf diese Art können die DDs den Kampf vermutlich beenden, bevor Heiler und Tank aufgehoben werden müssen, egal, wie viel Leben der Boss noch hat.

Nehmt euch diese Tipps bitte zu Herzen und beschimpft Tanks unmissverständlich, die anderes von euch erwarten, bevor ihr damit fortfahrt, euch zu wundern, warum es in ESO so wenige gibt…

Freie Übersetzung dieses Beitrages von highkingnm.

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